
Leider sind diese sehr teuer und sehr schwer selber zu bauen. Oder?!
Das wollte ich mal genauer wissen und siehe da, nur 3 Tage später und nur ca. 80,- Euro ärmer hatte ich einen!
Hier gleich mal ein Video mit Aufnahmen vom Kran, entstanden bei den Dreharbeiten zu dem Kung Fu-Kurzfilm "Master & Disaster". Ihr seht sowohl Aufnahmen der Hauptkamera (vom Kran aus) als auch einige Making Of Mitschnitte...
Nunja, ich habe mir vor ca. 3 Jahren schon mal einen "gebastelt". Der war nur aus Holz und für eine kleine leichte Kamera und kann die neue Kamera nicht tragen. Ich hatte also schon erste Erfahrungen im Kranbau gesammelt.
Eines Tages packte mich dann die Bastel-Laune. Da ich die nächsten Tage keine Termine hatte konnte ich mich voll dem Kran hingeben...
Meine Grundidee stand schon, hatte aber noch kleine Lücken. So suchte ich im Internet auf den einschlägigen Seiten nach anderen "Kraneigenbauten". Schaute mir hier und da etwas ab, machte einige Skizzen und fuhr noch am selben Tag in drei Baumärkte. Dort stellte ich schnell fest, dass ich hier keine Alu-Profile mit ausreichender Stärke finden würde. Also... Auf zum Schrottplatz!
Dort fand ich auf Anhieb was ich suchte, zwei stabile Aluprofile mit einer ausreichenden Länge.
Da der Schrottplatz schon seit einer halben Stunde geschlossen war, als ich einen Preis für die Profile erfragen wollte, hatte keiner der Verantwortlichen mehr Lust abzukassieren und so wurden mir die Profile kurzerhand geschenkt. Glück gehabt!
Am nächsten Tag ging's erstmal ab ins Musik-Fachgeschäft. Um auf genügend Standfestigkeit bauen zu können, wollte ich mir ein Boxenstativ kaufen. Dies war die teuerste Investition. Allerdings auch eine lohnende, denn diese Boxenstative sind mit bis zu 50 kg belastbar und sehr stabil. Danach ging es weiter zum Baumarkt. Dort wurden die nötigen Kleinteile besorgt.
Dann wurde die halbe Nacht gebastelt und am nächsten Tag gab es einen erster Probelauf. Anschließend gab es ein paar Korrekturen und schon war der Kran fertig!
Hier habe ich mal versucht die Möglichkeiten der Bewegungen und Einstellungen darzustellen...
A - Die Kamera lässt sich bei jeder Position des "Auslegers" hoch- und runter- schwenken (Sogar 360° sind möglich). Dank der 1zu1 Übertragung über das Drahtseil reagiert die Kamera sehr präzise auf die Bewegungen, die unten am Hebel ausgeübt werden!
B - Der "Ausleger" lässt sich von -1 m bis auf ca. 4 m hochfahren. (-1 m nur möglich, wenn der Kran auf ein Podest o.ä.gestellt wird)
C - Der ganze "Ausleger" ist drehbar (auch 360°, oder mehr...).
D - Die Mittelsäule des Stativs ist auf bis zu 2 m ausfahrbar. (Dann leidet die Stabilität allerdings erheblich)
E - Durch mehrere Bohrlöcher ist der "Ausleger" in seiner Länge variabel. (von 2,75 Meter bis 4 Meter)
Beim Dreh zum folgenden Filmchen war der Kran im Einsatz. Das war eine ziemlich spontane Sache, denn eigentlich wollte ich nur ein paar Kran-Test-Aufnahmen machen.
Inzwischen war der Kran schon bei einer ganzen Reihe von Filmen im Einsatz. So war er sogar mit im Marburg und Mannheim.
Vor einiger Zeit habe ich mir auch ein Schulterstativ selber gebaut. Eine Anleitung findet ihr hier.





